Die Materialität historischer Fotografien stand im Mittelpunkt eines Seminars für Studierende der Kunst- und Bildgeschichte an der HU Berlin. Da der Fokus bei der Digitalisierung zumeist auf der Reproduktion von Bildinhalten und Provenienzen liegt, sind die materiellen Qualitäten von Fotografien im Digitalen kaum greifbar. Die Beschäftigung mit den Beständen der Abteilung Historische Sammlungen der Universitätsbibliothek und der Mediathek des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte im Rahmen des Seminars erlaubte es hingegen, die vielfältigen Techniken und Materialien der Fotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts kennenzulernen und sich mit den Affordanzen der jeweiligen fotografischen Praktiken auseinanderzusetzen. Darüber hinaus erprobten die Studierenden zusammen mit ihren Lehrkräften, wie diese Erkenntnisse zu Materialität und Praktiken in digitalen Formaten sichtbar gemacht werden können. 
Das Digitale Netzwerk Sammlungen unterstützte mit einem Tool zur digitalen Präsentation der Ergebnisse.