Im Fokus des Seminars „Medienarchiv: Geschichte und Sammlungen des Lehrfilms in Berlin“ standen Fragen wie: Wo finden sich Lehrfilme? Wie können diese gesichtet werden? Und vor allem: Wie können sie für die wissenschaftliche Arbeit erschlossen werden?
Das Seminar diskutierte als Tandemseminar gezielt sowohl theoretische als auch praktische Fragestellungen im Umgang mit Lehrfilmen. Neben Ansätzen zur Filmanalyse und historischen Kontextualisierung wurden auch die Herausforderungen der Archivierung und Konservierung von Filmmaterial behandelt.
Die einzelnen Sitzungen des Blockseminars fanden in vier Berliner Lehrfilmsammlungen statt. Die Exkursionen in das Landesarchiv Berlin, das Medienarchiv der HTW Berlin, die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Berlin und die Sammlung der Charité Berlin boten die Möglichkeit, den aktuellen Umgang mit diesen aus dem Gebrauch geratenen Medieninhalten und Medienträgern kennenzulernen.
Die Studierenden wurden nicht nur an die Geschichte und die Sammlungen des Lehrfilms in Berlin herangeführt, sondern lernten auch, wie systematisch mit Film als historischer Quelle umgegangen werden kann. Sie erfuhren, wie Filme durch Datenbanken und Metadatenerfassung zugänglich gemacht werden und welche konservatorischen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung notwendig sind.
Mit einem Tool des Digitalen Netzwerks Sammlungen stellen die Studierenden ihre eigene Sicht auf exemplarische Filmbeispiele aus den vier Sammlungen in einer digitalen Ausstellung dar.
Abbildung: Filmschnitte aus der Produktion „Vom Werden und Wachsen der Berliner Charité“ (1985)
Sammlung Medical Humanities, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Foto: Carolin Pommert