Prof. Dr. Klaus-Dieter Budras (1941–2020) hatte von 1980 bis 2006 die Professur für Veterinär-Anatomie des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität inne und forschte umfangreich zur Anatomie von Hund, Pferd und Rind. Er war auch Autor der bis heute maßgeblichen anatomischen Atlanten zu diesen Tierarten. In diesem Rahmen arbeitete er an neuen Lehrmodellen und entwickelte ein didaktisch wegweisendes Konzept, dass unterschiedlichste Objektarten einbezog. In seinem Auftrag erstellte Wachspräparate dienten als Vorlage für die Herstellung beschrifteter topografischer Farb- und Wandtafeln, mithilfe derer die Anordnung und Oberflächenstruktur der anatomischen Gegebenheiten des gesamten Tieres, seiner Organe und Organsysteme herausgearbeitet werden konnte. Daneben existieren umfänglich für die Lehre bearbeitete Knochenpräparate, verschiedene Bildmedien wie Dias und Röntgenaufnahmen. Die in der Veterinärmedizinischen Bibliothek befindlichen Publikationsvorlagen zu Budras' Atlanten bieten zusätzlich neue Einblicke in die Herstellung der bis heute verbindlichen anatomischen Abbildungen. Anhand ausgewählter Lehrobjekte des Hundes stellt das Projekt die Vernetzung der verschiedenen Objekte und Medien, die das anatomische Wissen zu dieser Tierart repräsentieren, in einer virtuellen Umgebung wieder her und neu dar.

Das Digitale Netzwerk Sammlungen unterstützt die Anfertigung der Digitalisate und den Aufbau der virtuellen Objektpräsentation.

Fotos: Präparate des Haushunds (Canis lupus familiaris) aus den Sammlungen am Institut für Veterinär-Anatomie, B. Ludewig (2025)