Im Rahmen eines Semesterprojekts der Klasse Illustration an der Universität der Künste Berlin widmeten sich Studierende der Geschichte der Medizin. Von den ersten chirurgischen Eingriffen über Geburten per Kaiserschnitt bis hin zur Erforschung sicherer Impfstoffe haben die Leistungen vieler Teams von Forscher*innen unsere Lebenserwartung und -qualität nachhaltig verändert. Im Kurs recherchierten die Studierenden zentrale Meilensteine der Medizingeschichte und verwandelten sie in lebendige Comic-Narrationen. Dabei verbanden sie historisches Wissen mit gestalterischen Ausdrucksformen und entwickelten jeweils eine eigene Erzählperspektive.
Die Arbeiten nähern sich so der Medizingeschichte auf ganz unterschiedliche Weise: mal unterhaltend und humorvoll, mal sachlich und informativ, mal persönlich, kritisch oder philosophisch. So eröffnen die Comics vielfältige Sichtweisen auf historische Zusammenhänge und zeigen, wie künstlerische Praxis komplexe Themen zugänglich, reflektiert und lebendig machen kann.
Das Medium Comic bietet dabei besondere Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Durch die Verbindung von Bild und Text, durch Verdichtung, Rhythmus und visuelles Storytelling können komplexe Inhalte anschaulich und vielschichtig vermittelt werden. Narrative Strukturen schaffen emotionale Zugänge, fördern Empathie und machen historische Erfahrungen nachvollziehbar. Comics ermöglichen es, Fakten mit subjektiven Perspektiven zu verbinden und wissenschaftliche Themen auf eine Weise zu erzählen, die sowohl informiert als auch berührt.
Das Digitale Netzwerk Sammlungen stellt ein Tool zur Präsentation der Ergebnisse in einer virtuellen Ausstellung.
Bilder: (1) Lea Holicka, (2) Maja von Arnim, (3) Julia Vermoehlen


